Gringos normalmente

Wir genießen die letzten Wochen. Anfangs wussten wir nicht, wohin sie uns noch führen wird, einige anhaltspunkte, zum beispiel die grobe Route und der wiederverkauf unseres Autos haben sich grundlegend geändert. unser Flug von Chile wurde abgesagt, den hätten wir ohnehin nicht nehmen können. Kein Land der Welt lässt zurzeit Reisende aus Brasilien herein. So gesehen sind wir in Quarantäne. Und weil alle touristischen Angebote stark eingeschränkt sind, sind wir auf das Wohlwollen der Menschen angewiesen. Daran hapert es in Brasilien nicht, zwar lässt man hin und wieder durchblicken, dass wir als gringos sowas wie Freiwild sind, aber doch zumindest eine schützenswerte Art. Also sowas wie seltene und zahme zugtiere, denen man einen Lebensraum bieten sollte.

Das schöne an der Abhängigkeit ist, dass man anderen Menschen viel näher kommt. Ohne die Pandemie hätten wir niemals so enge Kontakte geschlossen zu Menschen, die uns entscheidend weiter geholfen haben und unsere Freunde geworden sind. Die Zeit auf der Kaffeefarm, die Abende in der Wäscherei waren nicht nur für die Kinder wunderschön. Wir hoffen sehr, dass wir unsere Freundschaft aufrecht erhalten können.

Jetzt sind wir zum Spiegelstrand gefahren und betrachten das Meer von einer 25m hohen steilküste. Es ist nur hundert Meter zum Korallenriff und man sieht dort die Wellen brechen. Unten am Strand liegen abgebrochene Korallenstücke in vielen unterschiedlichen Formen. Ansonsten verströmt das Meer den Charme hiddensees im November.  Temperaturen allerdings zwischen 25° und 35°Celsius.

Wir erholen uns von unserem letzten Strandspaziergang, der uns den ersten Sonnenbrand unserer Reise bescherte. Ist ja nicht so, dass wir uns nicht an die brasilianische sonne gewöhnt hätten. Trotzdem eincremen! Edu sagt gringos typical. Trancoso ist nun der Ort geworden , an den es uns immer wieder zurückzieht. Nur den Strand meiden wir, seit Evi dort um ihr Smartphone beraubt wurde. Schön ist er allerdings schon. Und momentan einsam. Wenn nicht gerade Pandemie ist, Reihen sich hier die Urlauber aneinander. Das hatten wir in florianopolis. So ist es schöner.

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