Die neuen Ölmüller

Das Gute an einem alten Haus ist, dass hier jeder mal ein bisschen was machen darf. So war das immer, zumindest seit den 80er Jahren. Heute kommen manche hier her, um das, was sie damals eingebaut haben wieder rauszureißen. Bei den meisten Dingen war das nicht vorgesehen, dass einmal welche kommen, denen das nicht mehr gefällt. Die etwas Eigenes draus machen wollen. Jede Generation baut so ihr eigenes Ding. Vielleicht bleiben wir noch 20 Jahre hier. Bis dahin soll es schön gemütlich werden. Dann können unsere Nachfolger das Zeug wieder rausklopfen. Oder behalten.

Salvador de Bahia

Viele Menschen denken, dass eine weite Reise sie verändert. Andere glauben, sich in sich selbst finden zu können. Wir probieren beides. Es funktioniert. Von den Problemen an den Flughäfen blieben wir verschont. Das Medienspektakel beschreibt wie immer nur einen Bruchteil der Wirklichkeit. Wir bleiben noch drei Tage in dieser historischen Hauptstadt.

Um auf einem Wal sitzen zu können

Von der Insel fahren Motorboote Touristen raus auf den Pazifik, um die Wale beobachten zu können. Unsere Kajaks sind das ideale Fortbewegungsmittel, um lautlos über das Wasser zu gleiten. Da draußen taucht der Rücken eines Buckelwales aus dem Wasser und kurz darauf eine Walflosse, bevor das Tier wieder abtaucht. Das Motorboot ist zwar schneller da, als wir, aber auch ungeduldiger. Es fährt nach kurzer Zeit wieder weiter und ist bald wieder verschwunden. Wir hören den Gesang des Wales über der Oberfläche. Wenn man ins Wasser geht, vibriert der Walgesang im Körper. Es ist einer der Momente im Leben, die für immer bleiben. Vom Kajak kannst du einfach ins Wasser und wieder hinaus.

Vor uns tauchen drei Wale auf. Zwei große und ein kleiner. Eine Walfamilie. Ich gehe sofort ins Wasser und sehe sie unter mir schwimmen. Sie sind so groß, dass ich mich wie ein Kind fühle.